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Rotatorenmanschettenruptur

Der Arm ist kraftlos und kann nicht mehr richtig angehoben werden. Dazu diese Schmerzen in der Schulter! Ein Fall für den Orthopäden. Das MRT zeigt einen Sehnenriss, Rotatorenmanschettenruptur. Was tun?

Bei einer Rotatorenmanschettenruptur kommt es zu einem kompletten oder inkompletten Riss einer oder mehrerer Sehnen der Rotatorenmanschette. Am häufigsten ist die Supreaspinatussehne betroffen. Ein Riss in der Rotatorenmanschette kann durch altersbedingte Verschleißerscheinungen (Sehnendegeneration) entstehen oder im Rahmen eines Unfalls auftreten.

Häufigste Ursache einer Rotatorenmanschettenruptur ist eine Sehnendegeneration (Verschleiß). Eine Sehne verliert im Laufe der Zeit ihre Festigkeit, sie wird „spröde“. Durch eine vergleichsweise geringe Beanspruchung kann das Gewebe langsam oder plötzlich reißen. Manchmal tritt ein Sehnenriss auch ohne vorherige Symptome oder Schmerzen auf, also spontan und ohne fassbaren Auslöser.

Ursachen einer Rotatorenmanschettenruptur

Am häufigsten kommt es bei älteren Menschen aufgrund degenerativer Veränderungen der Sehnen (Tendopathie) zu einer Ruptur. So können Störungen der Durchblutung im Ansatzbereich einen Sehnenverschleiß begünstigen. Auch knöcherne Veränderungen im Subakromialraum, z.B. eine Formvariante an der Unterfläche des Schulterdachs (Akromion), können langfristig zu einer Sehnenschädigung führen. Das Ausmaß und die Form einer Ruptur sind sehr unterschiedlich. Traumatische Rotatorenmanschettenrupturen sind vergleichsweise selten und kommen beim jüngeren Patienten bei einem entsprechenden Unfallereignis vor.

Diagnostik einer Rotatorenmanschettenruptur

Bereits die Schilderung der Beschwerden und die klinische Untersuchung geben erste Hinweise auf das Vorliegen einer Rotatorenmanschettenruptur.

Die Kernspintomographie liefert genaue Informationen zum Ausmaß und zur Lokalisation der Ruptur. In Hinblick auf die Therapie ist die Beantwortung folgender Fragen entscheidend: Welche Sehnen sind betroffen? Handelt es sich um einen Teilriss? Liegt ein akuter oder älterer Sehnenriss vor? Bei der Planung einer Operation ist ein MRT unerlässlich.

Konservative Therapie einer Rotatorenmanschettenruptur

Entscheidend für die Wahl zwischen einer konservativen Therapie oder einer Operation ist die Schmerzsymptomatik, die Rissgröße, der Grad der Funktionsminderung und letztlich der Funktionsanspruch des Patienten. Generell sind bei der Entscheidung zwischen konservativem und operativem Vorgehen immer individuelle Lösungen sinnvoll. Auch wenn zunächst konservativ behandelt werden soll, muss der Patient über operative Alternativen informiert sein.

Eine konservative Behandlung kann eingeleitet werden, wenn die Schmerzen und die Minderung der Funktion im Schultergelenk gering ausgeprägt sind und der Riss vergleichsweise klein ist. Aber auch bei großen Rissen mit ausgeprägter Retraktion der Sehnen (Rotatorenmanschettenmassenruptur) und einer bereits eingetretenen Muskelatrophie (MRT) ist eine Operation oft nicht erfolgsversprechend. Neben der Einnahme von Schmerzmitteln kann eine Physiotherapie die Funktion verbessern und Beschwerden lindern.

Zur Anwendung kommen Injektionen zur Schmerztherapie, sowie Wärme- und Kälteapplikationen. Die Physiotherapie kann aber auch zur zeitlichen Überbrückung bis zu einer Operation hilfreich sein und wirkt sich positiv auf die postoperative Mobilisation aus.

Operative Therapie einer Rotatorenmanschettenruptur

Die Rekonstruktion der Rotatorenmanschette erfolgt in der Regel im Rahmen einer ambulanten Arthroskopie in minimalinvasiver Technik. Eine stationäre Behandlung ist nur in wenigen Fällen notwendig. Eine Operation ist sinnvoll bei starken Schmerzen und einem Kraftverlust, insbesondere beim seitlichen Anheben des Armes.

Über mehrere kleine Hautschnitt werden sowohl ein Arthroskop als auch spezielle Operationsinstrumente in das Schultergelenk eingebracht. Zunächst werden mit einer Nahtzange Fäden durch die Sehne vorgelegt. In einem weiteren Operationsschritt werden die rissfesten Fäden mit einem arthroskopischen Nahtankersystem genau dort fixiert, wo die Sehne normalerweise fest mit dem Knochen verwachsen ist. Die Sehnenverankerung sorgt dafür, dass in den folgenden Wochen wieder eine feste Verbindung zwischen Sehne und Knochen entsteht. Dies sichert eine langfristig gute Funktion und mindert das Risiko einer erneuten Rissbildung.

Weitere Informationen zu Operationen, finden Sie auf der Seite "Operationen im Orthopaedicum Frankfurt".

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Nachbehandlung, Arbeitsfähigkeit, Sport

In den ersten vier bis sechs Wochen nach der Operation wird das Schultergelenk im Rahmen einer Physiotherapie mobilisiert und bewegt. Eine aktive Mitarbeit des Patienten ist dabei nicht vorgesehen. Die Physiotherapie sollte unmittelbar in den Tagen nach der Operation beginnen. Dabei wird immer so trainiert, dass keine Schmerzen auftreten, also im schmerzfreien Bereich. Das Tragen einer Orthese empfehlen wir in der Regel für vier bis sechs Wochen. Nach diesem Zeitraum kann das Gelenk normalerweise ohne Einschränkung trainiert werden.

In der Regel dauert es etwa sechs bis acht Wochen, bis die Schmerzen in der Schulter abgeklungen sind. Spätestens nach diesem Zeitraum ist die Arbeitsfähigkeit wiederhergestellt. Auch das Autofahren ist dann wieder möglich.

Die Schulter sollte für etwa acht bis zwölf Wochen geschont werden. Danach ist in der Regel wieder eine uneingeschränkte Sportausübung möglich.

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